An dieser Stelle soll die Geschichte unseres Stammes aufgezeichnet werden und in loser Folge durch Berichte und Erfahrungen stetig ergänzt werden. Alle Leser sind herzlich aufgerufen, Ihre Erinnerungen zur Stammesgeschichte zusammenzutragen, damit daraus ein Gesamtwerk entstehen kann.

Der VCP Stamm in Northeim wurde wenige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg von Heinrich Stange (Heista) als Stamm der Chirstlichen Pfafinderschaft Deutschland (CPD) in Northeim gegründet. Aus der Gründungszeit sind uns nur wenige Informationen erhalten geblieben.

Zwei Wimpel im Kaminzimmer zeugen noch von der aktiven Arbeit jener Zeit:

Sippe Roter Milan
Sippe Gerfalken

Anfang der 1950er Jahre konnte das Projekt Bau eines eigenen Pfadfinderheims im Seldeweg verwirklicht werden. Heista war zu dieser Zeit Lehrer an der Northeimer Berufsschule und konnte seine vielfältigen Kontakte zu den Northeimer Handwerksbetrieben und Gewerken nutzen, um den Bau des Heims zu ermöglichen. Grund und Boden gehören der Kirche und werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Jahre 1956 konnte dann nach mehrjähriger Bauzeit das Heim seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Dachgeschosswohnung ist vermietet, im Erdgeschoss befinden sich zwei Gruppenräume sowie ein Kaminzimmer. Im Keller sind zwei Toilettenräume, ein Materialraum sowie eine Küche untergebracht. Zum Grundstück gehört eine kleine Garage für den Mieter, ein Holzschuppen sowie rings um das Haus Rasenflächen. Das Haus liegt am Ostrand der Stadt, in unmittelbarer Nähe zum Stadtwald, in dem die meisten Aktivitäten bei den wöchentlichen Gruppenstunden stattfinden.

Unterhalten wird das Haus durch Mieteinahmen sowie durch die Stammeskasse. Der finanzielle Spielraum für dringend erforderliche Investitionen ist sehr gering, da es keine weitere Förderung gibt. Vieles muss daher in Eigenleistung von den Pfadfindern erbracht werden, um die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Dafür gibt es eine direkte Unterstützung durch den Förderverein für den VCP Northeim e.V. (ehemals Heimbauverein), der aus steuerrechtlichen Gründen nicht den Unterhalt des Hauses bestreitet, aber die offene Jugendarbeit in Form von Materialanschaffungen oder Zuschüssen für Fahrten und Lager fördert. Mitglieder des Fördervereins sind Altpfadfinder, Ehemalige und Eltern.

Anfang der 1970er Jahre fand die Fusion von CPD, EMP und BCP statt und aus den ehemaligen CPD Stämmen des Leine-Wesergaus entstand der VCP-Bezirk Homburg. Die ersten gemischtgeschlechtlichen Kinder- oder Wölflingsgruppen wurden in Northeim gegründet.

Sippe Steinmarder
Sippe Graf-Otto-von-Northeim
Sippe Turmfalken

Der Bezirk Homburg besteht aus den Stämmen Northeim, Alfeld, Holzminden, Hullersen Hehlen, Salzderhelden, Holzen-Eschershausen sowie der Enklave Nienhagen (LK Celle).

In den vergangenen Jahren gab es darüber hinaus Stämme in Kalefeld, Hardegsen, Sievershausen, Dassel, Duingen und Stadtoldendorf, die heute nicht mehr existieren.

Von etwa Mitte der 1980er Jahre bis Mitte der 1990er Jahre >veralterte< der Stamm, es gab wenig Gruppenaktivitäten in der Kinder- und Pfadfinderstufe und die eigentliche Jugendarbeit kam nach kurzem Aufflammen von Gruppenneugründungen immer wieder sehr schnell zum Erliegen. Mit durchschnittlich ca. 10 bis 12 Aktiven rettete sich der Stamm über die Jahrtausendwende, bis es im Spätherbst 2004 fast zur Auflösung des Stammes gekommen wäre. Die älteren Mitglieder des Stammes hat es beruflich bzw. durch das Studium in alle Himmelsrichtungen verschlagen und der letzte verbliebene Stammes- und Gruppenleiter fand auch keine Zeit und Motivation mehr, um die vier letzten Gruppenkinder zu betreuen.

Satzungsgemäß kam der Förderverein als Eigentümer des Pfadfinderheims überein, das Haus nach einer Frist von sechs Monaten an die Kirche zu übereignen, wenn nicht bis dahin eine nachhaltige Jugendarbeit nachzuweisen wäre. Aus dieser Situation heraus wurde ein Notprogramm zur Rettung des Stammes aufgelegt und mit den drei Gruppenkindern und einer ehemaligen Gruppenleiterin des VCP Holzminden, ein neues Team für zwei Sippenleitungen gefunden.

Nach einer intensiven Werbeaktion konnten immerhin 17 Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren geworben werden, die jeweils Montags und Freitags ihre Gruppenstunden abhalten. Nur zehn Wochen nach dem Start waren bereits 15 neue Gruppenmitglieder auf dem Pfingstlager und ein Ende dieses Aufwärtstrends ist glücklicherweise noch nicht abzusehen.